Die Asiatische Hornisse ist seit 2025 auch in Eilendorf angekommen
Ausbreitung in ganz Europa
Die Asiatische Hornisse Vespa velutina nigrithorax ist eine ursprünglich im asiatischen Raum beheimatete Hornissenart. 2004 wurde sie erstmals in Frankreich und 2014 in Deutschland nachgewiesen und breitet sich seitdem über ganz Europa aus.
Die Vespa velutina nigrithorax stellt eine Bedrohung für die heimische Insektenwelt dar: zur Versorgung ihrer Brut benötigt sie proteinreiche Nahrung, die sie durch die Jagd zahlreicher Insektenarten bewerkstelligt. Eine Kolonie der Velutina verfüttert im Jahr ca. 11-15 Kg Insektenmasse, wobei nur das proteinreiche Bruststück des Insektes verfüttert wird. Insbesondere Hautflügler wie Honig- oder Wildbienen stehen auf ihrer Jagdliste. Aber nicht nur das: in den Mägen untersuchter Larven der Vespa velutina wurde die Genetik von 1449 verfütterter Tierarten nachgewiesen.
Das einzelne Tier ist nicht angriffslustig, sogar eher scheu. Wenn man sich den Nestern nähert oder diese erschüttert, erfolgt jedoch ein Angriff von zahlreichen Tieren. Das Gift der Velutina kann anaphylaktische Schocks und multiple Organversagen auslösen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die gesamte Bevölkerung umfassend über diese Hornisse aufzuklären.

Seit 2024 in Aachen
2024 wurden bereits mehrere Nester der Vespa velutina in Aachen gefunden. 2025 wurden allein in Eilendorf 7 große Nester im Spätherbst gefunden (siehe Kartenausschnitt), keines wurde rechtzeitig bekämpft, sodass viele Jungköniginnen geschlüpft seinen werden. Dieses Jahr könnten wir ca. 30 bis 45 neue Nester auf Eilendorfer Gebiet haben.
Die Königinnen der Velutina bauen im Frühjahr nach der Beendigung der Winterruhe sogenannte Primärnester an geschützten Orten. Dies können Hecken, Überdachungen, Carports, Gewächshäuser, Aufbewahrungsboxen für Polsterauflagen oder Kompostboxen sein, um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn die ersten Generationen von Arbeiterinnen geschlüpft sind und das Nest zu eng wird, baut die gesamte Kolonie ein neues Nest, welches oft in über 10m Höhe in Bäumen oder Dachvorsprüngen zu finden ist. Zum späten Herbst stirbt die Königin, und die Kolonie endet. Jedoch verlassen mehrere hundert junge begattete Königinnen das Nest und gründen im nächsten Frühjahr neue Kolonien.
Die Jungköniginnen überwintern gern an frostgeschützten Orten wie Totholz, Brennholzstapel oder in Blumentöpfen.

Früherkennung und Beseitigung
Die deutschlandweite Umstufung dieses Tieres in der EU-Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 von Artikel 16 (Früherkennung und Beseitigung von Vorkommen in der frühen Phase der Invasion) auf Artikel 19 (etablierte Art) ändert nichts an der Tatsache, dass diese Hornisse eine invasive Art ist, die unsere heimische Biodiversität nachhaltig beeinflusst. Sie soll weiterhin gemeldet werden. Gemeldet wird bei der unteren Landschaftsschutzbehörde (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz): Fundpunkte und Erfassungskarte

Der Frühling ist da und auch die Königinnen der Asiatischen Hornisse beenden ihre Winterruhe. Wenn Sie Tiere sehen oder kleine primäre Nester auf Ihrem Grundstück finden, machen Sie bitte ein Foto mit aufsitzendem Tier, da die Verwechslungsgefahr mit Nestern heimischer und schützenswerter Wespen- und/ oder Hornissen sehr groß ist. Bitte entfernen Sie niemals diese Nester „auf eigene Faust“!!
Sollten Sie unsicher sein bei der Bestimmung der Tiere oder weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen alternativ gern zur Verfügung. Bitte nehmen Sie gerne jetzt im Frühjahr/Frühsommer mit mir Kontakt auf, wenn sie neue Nester finden! Senden sie mir eine E-Mail mit Foto von einem Nest mit Hornisse, Datum und Ort an:
Hornissenmeldung@eilendorf.net
Die 7 alten Nester, (die im Portal neobiota angezeigt werden,) bitte nicht neu melden, Danke! Bis zum Juli wird es nur niedrig gelegene kleine Nester geben.
Anne Stockmeyer, Wespen und Hornissen Beraterin